Samstag, 14. Februar 2015

Eier-Kocher …
               … und wie eins mit ihnen Eier wie gewünscht kocht.

Ihr kennt diese Geräte!? Ich habe jetzt auch so eines.
Bislang hatte ich old-school-mäßig Wasser in einem Topf zum Kochen gebracht und darin dann die Eier 5 bis 6 Minuten gekocht. Sie waren dann genau so wie ich (und viele andere sicherlich auch) sie gerne haben: Das Weiße fest, das Gelbe noch flüssig.

Es kam der Tag, an dem meine Partnerin zu mir sagte, dass diese Zubereitungsart doch sehr viel Energie verbrauchen würde; ein Eier-Kocher wäre da doch bestimmt günstiger.
Das war genau das, was ich überhaupt gar nicht hören wollte; ich müsste einen Teil meines Morgenrituals verändern, eine Gewohnheit ändern; mir sträubten sich die Nackenhaare. Ich wollte das nicht.

So wenig wie ich meine Gewohnheiten verändern oder gar aufgeben mag, so sehr mag ich mich gedanklich damit befassen. Das Argument meiner Partnerin bezüglich Energieverbrauch erschloss sich mir durchaus und nun ja, eines Tages hatte ich einen Eier-Kocher gekauft.

Bedienungsanleitungen lesen mag ich nicht und bei vielen Sachen halte ich das auch für überflüssig, wenn sich die Geräte, wie z.B. eine Funkuhr, ein Kopfhörer, ein Keyboardständer oder eine Mikrowelle intuitiv bedienen lassen. Nicht so ein Eier-Kocher.

Meiner bietet Platz für sechs Eier. Je nach Anzahl der Eier und gewünschter Konsistenz (weich, mittel, hart) muss entsprechend viel Wasser in das Gerät gegeben werden. „Viel“ Wasser ist es nicht im Vergleich zum Kochen in einem Topf und dementsprechend dauert es nicht lange, bis das Wasser kocht und zu Dampf wird, der die Eier umhüllt und mit der entsprechenden Temperatur den Garvorgang vorantreibt. Hier liegt der Energiespareffekt zum Topfkochen.

Weil ich nun gar nichts wusste, hielt ich mich an das, was die Anleitung zu berichten hatte. Das Ergebnis waren Eier, die für meinen Geschmack zu hart gekocht waren. Danach wusste ich, ich muss experimentieren, was ich natürlich auch tat.

Heute sind die Eier genau so, wie ich sie haben will. Ich gebe deutlich mehr Wasser in den Kocher als es nach Anleitung sein sollte und verlasse mich nicht auf das Piepen des Gerätes (Wasser ist verdampft, also sind Eier gut), und benutze einen Zeitmesser (Eieruhr). Bei meinem Kocher und für meinen Geschmack sind das sieben Minuten. So, und jetzt passt es auch.

Auch auf die Gefahr hin, dass Physiker mich schlagen werden, stelle ich folgende Überlegungen an:

Es ist nicht das Wasser, das Eier gart, sondern die Dauer einer bestimmten Temperatur, die durch kochendes Wasser oder Wasserdampf erzeugt wird. Die Hersteller von Eier-Kochern dachten sich offenbar, dass es bequem sei, dass das Gerät einem mitteilt, wenn das gewünschte Ergebnis erreicht ist: Piepen, wenn kein Wasser mehr vorhanden ist. So wie es in der Anleitung beschrieben ist, wird im Laufe des Gar-Vorgangs dass Wasser immer weniger, entsprechend weniger Wasserdampf kann erzeugt werden. Zum Ende hin gibt es also nicht genug Temperatur für den Gar-Vorgang, weil zu wenig Wasserdampf vorhanden ist. Mit meiner Methode (reichlich, also genug Wasser zu verwenden) sind die Eier die ganze erforderliche Zeit mit ausreichender Temperatur versorgt.  Die Temperatur ist da und die Zeit lasse ich mir durch einen externen Zeitmesser anzeigen. Voilà.

Kommentare:

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  2. Köstlich! :-)
    Ich bin vor Jahren vor derselben Herausforderung gestanden und bin auch ganz gleich damit umgegangen. Zumindest bis und mit 6. Abschnitt. Danach habe ich das Teil entsorgt (also nachdem es 1 Jahr ungenutzt im Schrank stand) und mein Fazit daraus gezogen, dass es ein totaler Trugschluss ist mit dem "energie-sparend". Die Rechnung ist die: All jene Energie, die ICH verliere beim Hoffen auf ein gelungenes Ei (siehe Umschreibung Abschnitt 5, Satz 2) addiert zum Energieverlust durch den Frust beim misslungenen Ergebnis ... das ins Verhältnis gesetzt mit dem Beitrag, den ich durch positive Lebensenergie in mein Umfeld setzen kann, wenn ich mich nicht dem Energieverlust aussetze ... und beides versus die Einsparnis des Stromes, hm .... die Welt hat mehr davon, wenn ich keinen Eierkocher einsetze.

    Aber zum Glück sind nicht alle Menschen gleich und schmeissen den Bettel hin nach dem 5. Abschnitt. Gut gibt es Menschen, die geduldiger sind :-).

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